Interne Kommunikation, die ankommt – vom Büro bis in die Produktion
Ein international tätiges Unternehmen aus dem Medizinsektor stand vor einer zentralen Herausforderung: Veränderung war Alltag – aber Kommunikation funktionierte nicht. Botschaften versandeten, Führungskräfte sendeten mehr als sie zuhörten, und insbesondere Mitarbeitende in der Produktion waren kaum eingebunden.
Ziel war es, interne Kommunikation so zu gestalten, dass sie im Alltag wirkt: dialogorientiert, verständlich und anschlussfähig – über alle Beschäftigtengruppen hinweg.
Wir begleiteten das Unternehmen nicht nur beim Aufbau dieser Struktur, sondern arbeiteten auch operativ im Tagesgeschäft und in konkreten Change-Situationen mit.
Auf einen Blick
Branche
International tätiges Pharmaunternehmen
Unternehmen
800
Mitarbeitende
Führungskräfte, gewerbliche & kaufmännische Mitarbeitende
Zielgruppen
Unsere Leistungen
- Aufbau und Verankerung der internen Kommunikation
- Operative Umsetzung und Unterstützung im Tagesgeschäft
- Standortkommunikation für Desk- und Non-Desk-Zielgruppen
- Aktivierung dezentraler Kommunikationsträger
- Führungskräftekommunikation und Dialog im Alltag
Ausgangssituation
Informationen wurden punktuell weitergegeben, ohne klare Struktur oder abgestimmte Formate. Besonders Mitarbeitende in der Produktion hatten kaum Zugang zu relevanten Inhalten oder Möglichkeiten zum Austausch.
Der Standort befand sich mitten in einem umfassenden Transformationsprozess – jedoch ohne eine etablierte interne Kommunikation, die Orientierung geben oder Mitarbeitende einbinden konnte. Zwar gab es bereits eine klar benannte Verantwortliche für interne Kommunikation, jedoch fehlten Strukturen und Formate, um im Alltag wirksam zu werden.
Das zeigte sich konkret in drei Punkten:
- Keine klaren Kommunikationsstrukturen – und eine vorhandene Verantwortlichkeit ohne ausreichende strukturelle Einbindung und Unterstützung im Alltag
- Kaum etablierte Dialogformate über Hierarchie- und Funktionsgrenzen hinweg
- Geringe Einbindung von Mitarbeitenden außerhalb klassischer Bürosettings
Die Folge: Veränderung blieb abstrakt, Beteiligung zufällig und Kommunikation im Alltag wenig wirksam.
Die eigentliche Herausforderung war daher, interne Kommunikation nicht nur strukturell aufzubauen, sondern die bestehende Rolle gezielt zu stärken und in der Organisation wirksam zu verankern – so, dass sie im Alltag funktioniert und alle Beschäftigtengruppen erreicht.
Unsere Arbeit
Gemeinsam mit der Kommunikationsverantwortlichen entwickelten wir eine Strategie für die interne Kommunikation, die konsequent auf Wirksamkeit im Alltag ausgerichtet ist. Dabei arbeiteten wir eng mit dem Kommunikationsteam und den Führungskräften zusammen – konzeptionell wie operativ.
Auf dieser Basis setzten wir drei zentrale Handlungsfelder um:
Handlungsfeld 01
Führungskräfte als echte Dialogträger etablieren
Quartalsweise Formate wurden genutzt, um Führungskräfte gezielt in ihrer Rolle als Kommunikationsschnittstelle zu stärken – mit Fokus auf Verständlichkeit, Dialogfähigkeit und Orientierung in Veränderungssituationen.
Handlungsfeld 02
Formate schaffen, die wirklich alle erreichen
Wir konzipierten Beteiligungsformate jenseits klassischer Kanäle. Ein zentrales Element: ein Marktplatz-Format, das Austausch und Mitgestaltung ermöglichte – bewusst so gestaltet, dass auch Schichtarbeitende teilnehmen konnten.
Handlungsfeld 03
Kommunikation im Alltag verankern
Neben dem strukturellen Aufbau begleiteten wir konkrete Anlässe operativ – von personellen Veränderungen bis zu strategischen Meilensteinen.
Gemeinsam mit dem Team stellten wir sicher, dass Kommunikation nicht nur geplant, sondern im Alltag wirksam umgesetzt wurde. Ebenfalls bauten wir gemeinsam mit der Kommunikationsverantwortlichen gezielt Strukturen auf, indem wir bestehende Rollen (z. B. im Assistenz- und Führungsumfeld) als Kommunikationsträger aktiviert haben.
So wurde Kommunikation nicht mehr nur zentral gesteuert, sondern dezentral im Alltag mitgedacht und umgesetzt.
Parallel dazu stärkten wir gezielt die Kommunikationsverantwortliche in ihrer Rolle – als sichtbare Treiberin, Sparringspartnerin für Führungskräfte und verbindende Instanz im Unternehmen.
Ergebnis & Impact
Interne Kommunikation ist heute kein Projekt mehr, sondern spürbarer Teil des Arbeitsalltags.
Kommunikation wird bereichsübergreifend mitgetragen: Auch außerhalb klassischer Rollen übernehmen Mitarbeitende Verantwortung als Kommunikationsträger
Bestehende Rollen und Ressourcen wurden gezielt aktiviert, sodass Kommunikation im Alltag funktioniert – vom Büro bis in die Produktion
Die Kommunikationsverantwortliche ist heute als zentrale Instanz etabliert und eng an das Senior Leadership Team angebunden
Rückmeldungen werden sichtbar aufgegriffen und fließen in Entscheidungen ein